Montag, 30. November 2020

Die ganze Wissenschaftslehre ist 'intellektuelle Anschauung'.

                                 zu Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik

Die größte Zumutung, die die Wissenschaftslehre dem gesunden Menschenverstand bietet, ist der Gedanke einer intellektuellen Anschauung. Er liegt ihr allerdings, wenn auch erst nachträglich aufgefunden, zu Grunde. Will sagen: Wer ihn nicht fasst, wird von der Wissen-schaftslehre nichts verstehen.

Natürlich nicht; denn sie ist in ihrer Gänze selber intellektuelle Anschauung. 

"Ganz anders verhält es sich mit der Wissenschaftslehre. Dasjenige, was sie zum Gegen-stand ihres Denkens macht, ist nicht ein toter Begriff, der sich gegen ihre Untersuchung nur leidend verhält, und aus welchem sie erst durch ihr Denken etwas macht, sondern es ist ein Lebendiges und Tätiges, das aus sich selbst und durch sich selbst Erkenntnisse erzeugt, und welchem der Philosoph bloß zusieht. Sein Geschäft in der Sache ist nichts weiter, als daß er jenes Lebendige in zweckmäßige Tätigkeit versetzt, dieser Tätigkeit desselben zusieht, sie auffaßt und als Eins begreift. Er stellt ein Experiment an." Zweite Einleitung in die Wissen-schaftslehre, SW Bd. I, S. 453f.

Zunächst fingiert er nämlich ein X, das in nichts anderem als diesem bestimmt ist: dass es zu bestimmen befähigt ist. Im Fortgang wird sich finden, dass es eo ipso zu bestimmen bestimmt ist. Ihm sieht er zu, was es aus dieser ursprünglichen Bestimmung macht. 'Es' ist ein bloß Gedachtes; "zusehen" wäre ein Sinnliches, Auffindbares. Nicht so hier: Es wird lediglich gedacht; aber als ein selbst Tätiges. Tätigkeit ist, wenn sie real ist, anschaubar; nur Tätigkeit ist anschaubar! Hier aber sollen wir, nach der Aufforderung des Philosophen F., uns ein wirklich Tätiges lediglich vorstellen.

Und dann ihm eben zuschauen: bei dem, was es macht und nach der einzigen gemachten Voraussetzung nicht anders machen kann.

Wohin es uns immer führt - es wird uns bis zu der Reihe vernünftiger Wesen führen - , verlassen wir in keinem Moment das Gedankenexperiment: Es ist eine rein ideelle Opera-tion, der wir so zuschauen, als ob sie wirklich unter unsern Augen geschähe.

Was möchte intellektuelle Anschauung mehr bedeuten? Oder weniger! Weniger als etwa die ganze Wissenschaftslehre von Anfang bis Ende... 

"Zuförderst kommt die intellektuelle Anschauung nicht unmittelbar vor, sondern sie wird in jedem Denkakte nur gedacht, sie ist das Höchste im endlichen Wesen. Auch der Philosoph kann sie nur durch Abstraktion und Reflexion zustande bringen." Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 141f.

Sie wird in jedem Denkakte nur gedacht; aber sie wird in jedem Denkankt gedacht: Sie ist nicht ceterum censeo, sondern das Ich denke, "das alle meine Vorstellungen muss begleiten können"; besonders auch meine Vorstellungen auf der zweiten semantischen Ebene.

 

PS.  Gegenstand der Wissenschaftslehre ist nicht 'ein toter Begriff, der sich gegen ihre Un-tersuchung nur leidend verhält, und aus welchem sie erst durch ihr Denken etwas macht, sondern es ist ein Lebendiges und Tätiges, das aus sich selbst und durch sich selbst Er-kenntnisse erzeugt' - das kann man auch so ausdrücken: Untersuchungsfeld der Wissen-schaftslehre ist nicht ein vorgefundenes System von Begriffen, sondern der Prozess seiner Entstehung im Fortschreiten des sich-selbst-bestimmenden Vorstellens.


 

Nota. Das obige Foto gehört mir nicht, ich habe es im Internet gefunden. Wenn Sie der Eigentümer sind und seine Verwendung an dieser Stelle nicht wünschen, bitte ich um Nachricht auf diesem Blog. JE

Was ist denn nun die intellektuelle Anschauung?

                                             aus Wissenschaftslehre - die fast vollendete Vernunftkritik

3. Das eben Aufgezeigte soll an das, wovon wir im vorigen Paragraphen gesprochen haben, angeknüpft werden. Es war die Rede von dem Mannigfaltigen des Gefühls, inwiefern wir Kausalität haben; oder wie wir Einheit in das Mannigfaltige bringen dadurch, dass wir es auf unser Wollen beziehen und davon ableiten. Das ist der Anfang alles Bewusstseins.

Diesen Zustand wollen wir näher betrachten: In ihm liegt zweierlei ganz Verschiedenes. Es sind gleichsam zwei Seiten, auf der einen etwas Sinnliches, das Mannigfaltige des Gefühls; auf der anderen Seite das intelligible Ich, das Wollende. In der Mitte als Vereinigung von beiden: das Denken meiner selbst als enthaltend den Grund der Sukzession des Mannigfal-tigen. Wie ist nun dieses Denken meiner selbst möglich?


Dies untersuchen wir jetzt. Wie finde ich mich, wie werde ich mir gegeben? Denn das Denken ist ein idealer Akt, welcher sein Objekt als gegeben voraussetzt.

Im vorigen Paragraphen haben wir vorläufig geantwortet: Dieses Denken bezieht sich auf eine intellktuelle Anschauung; //142// und dies muss hier näher bestimmt werden. Was ist denn nun die intellektuelle Anschauung selbst, und wie entsteht sie?

Entstehen ist ein Zeitbegriff, ein Sinnliches, aber die intellektuelle Anschauung ist nicht sinnlich, sie entsteht also nicht, sie ist; und es kann nur von ihr gesprochen werden im Gegensatz zur sinnlichen.

Zuvörderst kommt die intellektuelle Anschauung nicht unmittelbar vor, sondern sie wird in jedem Denkakte nur gedacht, sie ist das Höchste im endlichen Wesen. Auch der Philosoph kann sie nur durch Abstraktion und Reflexion zu Stande bringen.
________________________________________________________
J. G. Fichte, Wissenschaftslehre nova methodo, Hamburg 1982, S. 141f.



Nota. - Das Denken ist ein idealer Akt, welcher sein Objekt als gegeben voraussetzt. Der Ausgangspunkt ist die Sinnlichkeit, das Gefühl. Soll ich mir als gegebenes Objekt vorkom-men, muss ich mich als Teil des Mannigfaltigen anschauen. Zugleich soll mich aber als das Wollende denken, welches ein Intelligibles ist. - Die Mannigfaltigen stehen zu einander im Verhältnis der Dependenz. Mich als wollend und als Teil des sinnlich Mannigfaltigen auf-fassen kann ich als Kausalität (=das Kausierende) der Dependenz: als absoluter Anfang der Sukzession. - Das kann in unmittelbarer Anschauung nicht geschehen, es muss gedacht werden - nämlich als notwendig anzunehmende Vorausssetzung all meines Tuns; als etwas, das vor dem 'absoluten Anfang' lag. Es ist ein Reflexion, die nicht über sich hinaus, sondern hinter sich zurück geht.
JE, 19. 12. 16

 

 

Nota. Das obige Foto gehört mir nicht, ich habe es im Internet gefunden. Wenn Sie der Eigentümer sind und seine Verwendung an dieser Stelle nicht wünschen, bitte ich um Nachricht auf diesem Blog. JE

 

Therese aus dem Winckel.

aus FAZ.NET,
Künstlerinnen um 1800
Im Schatten Alter Meister
Therese aus dem Winckel kennt heute kaum jemand mehr. Die Lebensge-schichte der Malerin und Musikerin macht deutlich, welche engen Grenzen Künstlerinnen in der Zeit um 1800 gesetzt waren.

Am Dresdener Theaterplatz liegen barocke Bauten zur linken und Bildmotive romantischer Malerei zur rechten Seite. Die Namen, die wir spontan mit diesen Orten und Eindrücken verbinden, gehören überwiegend zu männlichen Politikern, Künstlern, Literaten. An Werke von Frauen wird selten erinnert. So weist auch am Theaterplatz Nr. 3 keine Gedenkstätte oder Tafel darauf hin, dass hier einmal das Haus einer populären Künstlerin der klassisch-romantischen Epoche gestanden hat. Das „Fräulein aus dem Winckel“, wie Therese von ihren Zeitgenossen genannt wurde, war in der Forschung bisher nur Nebenfigur. Hier und da taucht sie in den Briefen klassischer und romantischer Kreise um 1800 auf, wo sie gelobt wird für ihr Spiel an der Harfe und ihre originalgetreuen Kopien Alter Meister. Wirklich neugierig aber macht die Korrespondenz mit ihrem Freund und Förderer Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg. Darin tritt sie als faszinierende Persönlichkeit in Erscheinung – weltgewandt und ambitioniert auf der einen, demütig und unsicher auf der anderen Seite.

Der Briefwechsel setzt im Jahr 1806 ein, als sich die Malerin gerade auf den Weg nach Paris vorbereitet, wo sie ihre Kopierkunst im Louvre (damals noch Musée Napoléon) verfeinern will. Dass sie dort auf namhafte Künstler wie den klassizistischen Maler Jacques-Louis David trifft und diese ihr auch noch ein großes Talent attestieren, löst bei der jungen Frau aber nicht etwa einen Höhenflug, sondern eine regelrechte Identitätskrise aus. Stets habe sie nur gewollt, „recht brav und völlig im Geiste der alten Meister copiren zu lernen“. Nun aber, so schreibt sie an den Gothaer Herzog, sei ihr gesagt worden, dass es eine wahre Sünde sei, ihr Talent nur auf das Kopieren zu beschränken und keine eigenen Originale zu schaffen. Diese Möglichkeit aber schließt sie für sich aus, und zwar mit einer Begründung, für die alle Antifeministen Beifall klatschen würden: „Wäre ich ein Jüngling, so würde ich mich verachten, wenn ich nicht selbst schaffen lernte, doch untergeordnet sind die Kräfte und Fähigkeiten des Weibes, in freiwilliger Beschränkung nur kann es wahre Freiheit finden.“

Selbstporträt der Künstlerin 

Der Satz erscheint so unglaublich, dass man mehr über die Urheberin erfahren möchte. War das ernst gemeint? Immerhin gehörte sie einer Generation an, in der bereits viele Frauen künstlerisch aktiv wurden. Zudem befand sie sich in Paris, wo weibliche Emanzipationsbestrebungen viel stärker ausgeprägt waren als daheim. Außerdem war sie selbstbewusst genug, ihr Leben lang ledig zu bleiben und ihren Lebensunterhalt allein mit Malerei und Musik zu finanzieren. Es fällt daher schwer, ihr die freiwillige weibliche Unterordnung zuzuschreiben. Was erzählt die Biographie von Anette Strittmatter über diese Frau

Die prekäre Situation weiblicher Künstlerinnen

Therese aus dem Winckel wurde im Jahr 1779 in Weißenfels geboren und wuchs in Dresden auf. Ihre adelige Familie war mit genug Vermögen ausgestattet, um die Tochter in ihren frühen musischen und künstlerischen Ambitionen zu fördern. Therese lernte das Spiel an der Pedalharfe und erhielt privaten Zeichenunterricht – zunächst bei einer Lehrerin, schließlich bei einem akademischen Lehrer. Beide konnten ihr nur begrenzt weiterhelfen. Die Lehrerin war nicht studiert, der Lehrer nur im Zeichnen. In Konstellationen wie diesen nimmt die prekäre Situation weiblichen Künstlertums der Zeit ihren Anfang, denn „wahre Künstler gaben damals keinen Unterricht an Mädchen“ – so schreibt Therese selbst am Ende ihres Lebens in einer kurzen Autobiographie.

Damit sie sich mit den avancierten Techniken der Malerei auseinandersetzen konnte, lieh der Lehrer ihr Gemälde aus der Dresdner Galerie. Die entscheidenden Fertigkeiten für ein Kunststudium aber meinte Therese sich im Alleingang nicht aneignen zu können. Ihre fehlende akademische Ausbildung hoffte sie durch einen Studienaufenthalt im Ausland auszugleichen. Ihre Mutter, die sie auch begleitete, entschied, dass Paris der richtige Ort dafür sei. Im Musée Napoléon würden ihr Meisterwerke aus aller Welt zur Verfügung stehen, und zur Verbesserung ihres Harfenspiels gab es durch die Nähe zu Versailles ausreichend Expertise.

Zwar genossen alleinstehende auch in Frankreich weniger gesellschaftliche Akzeptanz als verheiratete Frauen, doch immerhin schien eine Künstlerinnenkarriere in Paris weitaus üblicher zu sein als in Thereses sächsischer Heimat: „Weibliches Talent wird hier weit mehr unterstützt und weniger unterdrückt als in Deutschland“, schrieb Therese 1806, dem Jahr ihrer Ankunft, und schob nach: „aber ich bin eine Deutsche und kann nicht hier bleiben.“

Bekenntnis zur Selbstbeschränkung als Selbstschutz?

Durch die bereits in Dresden gepflegte Bekanntschaft zu dem gut vernetzten Gelehrten Karl August Böttiger konnte sie sich während ihres Auslandsaufenthalts ein zweites Standbein als Korrespondentin aufbauen. Für Weimarer und Dresdener Journale schrieb sie ihre Eindrücke von Paris und dem dortigen Kunst- und Kulturgeschehen nieder. Auch ihre freundschaftlichen Briefe stießen wegen ihrer Reisebeschreibungen auf großes Interesse. Aus dem Winckel schickte sie teilweise im gleichen Wortlaut an Herzog August und andere Bekannte. Die Briefe wurden Dritten vorgelesen und mitunter auch ohne Thereses Einverständnis veröffentlicht. Die Künstlerin konnte daher nie genau wissen, welche Öffentlichkeit ihre Zeilen fanden. Und so war es möglicherweise auch eine Art Selbstschutz der erfolgreichen ledigen Frau, in einer Situation unklarer Rezeption immer wieder ihre Selbstbeschränkung auf die weibliche Bestimmung zu bezeugen.

Ende des achtzehnten Jahrhunderts im Zeitalter der Aufklärung herrschte noch immer die Überzeugung vor, dass übermäßige weibliche Einbildungskraft schädlich sei und gar zu Missbildungen bei Föten führen könne. Originell und genial zu sein war überwiegend Männern vorbehalten. Besonders im Verlauf des nächsten Jahrhunderts verfestigten sich die bürgerlichen Geschlechtscharaktere, die Frauen und Männern bestimmte Aufgaben und Sphären zuwiesen. Dass Frauen reproduktive Arbeit leisteten, nämlich Kinder zu gebären, war der Grund, sie auch auf andere für Pflege und Erhaltung zuständige Felder zu verweisen. Die Kopierkunst wurde dabei mit Rückgriff auf Geschlechtscharaktere als Äquivalent zur naturgemäßen Bestimmung der Frau betrachtet. Schließlich, so die zugrundeliegende Logik, diente das Kopieren von Kunstwerken der Erhaltung zentraler Werke der Kunstgeschichte; die Vervielfältigung der Werke half der Verbreitung von Kunstsinn und Bildung.

Kopien als Einkommensquelle

Diese Rollenbilder, die durch Ratgeber- und Unterhaltungsliteratur verbreitet wurden, belegen freilich nicht, dass das Alltagsleben von Männern und Frauen strikt getrennt und normiert war. Einfluss auf die Lebensentwürfe und Karrierewege der Geschlechter nahmen sie dennoch. So ist die Tatsache, dass sich in der Historienmalerei vergleichsweise wenige Frauen hervortaten, auch damit zu erklären, dass diese als zu brutal für das weibliche Gemüt galt und Frauen auch die üblichen Studien in Leichenhallen verwehrt wurden. Anette Strittmatter schildert, dass angehenden Künstlerinnen, die einen raren Platz an den Akademien erhalten hatten, früh und in einer sensiblen Phase der Selbstfindung klargemacht wurde, für welche Fächer sie sich eigneten, welche Techniken ihnen zustünden und welche Farben sie benutzen dürften. Dass Künstlerinnen der Zeit überwiegend im Bereich von Stillleben und Aquarellmalerei zu finden sind, ist auch dieser Art von Interessenlenkung zuzuschreiben.

Timo Trümper betreut die Kunstsammlung auf Schloss Friedenstein in Gotha, wo heute noch Kopien von Therese aus dem Winckel aufbewahrt werden. Im Gespräch betont er, dass gute Kopien für den privaten Kunstbesitz damals begehrt waren. Daher sei davon auszugehen, dass hinter Thereses Konzentration auf das Kopieren auch ökonomische Beweggründe standen. Spätestens seit der Schlacht bei Jena und Auerstedt im Jahr 1806 war die Malerin auf einen Markt für ihre Kunst angewiesen. Ihr Vater war im Krieg verstorben, und die einsetzende Rezession entwertete das Vermögen der Familie. Die Heimreise nach Dresden im Winter 1808/09 finanzierte die Künstlerin bereits, indem sie in verschiedenen Städten Konzerte an der Harfe gab. Die Bekanntheit, die sie durch ihre Journalbeiträge erreicht hatte, verhalf ihr nun zu Auftritten im Heidelberger Kreis um Achim von Arnim, vor Dannecker in Stuttgart und bei Goethe und Adele Schopenhauer in Weimar.

Lo spozializio, nach Raffael

Zurück in Dresden, organisierte sie eine Schau der Kopien, die sie in Paris angefertigt hatte – einerseits, um Kunstinteressierten die Alten Meister zugänglich zu machen, andererseits, um ihr Können als Kopistin unter Beweis zu stellen. Dass sie wenig später Gerhard von Kügelgens Porträtreihe der Weimarer Klassiker kopierte, ist nicht nur als Ehrung des befreundeten Künstlers zu verstehen – vor allem war die Nachfrage nach Kopien dieser Porträts so groß, dass die Abnahme trotz starker Konkurrenz relativ sicher war. Dass sie auch Caspar David Friedrichs „Kreuz an der Ostsee“ kopierte, kann als Zeichen ihrer künstlerischen Aufgeschlossenheit in einer Zeit verhärteter Fronten zwischen Klassizismus und Romantik gelten. Was genau sie zur Wahl ihrer Motive bewog, ist unbekannt. Die Qualität einer Kopie wurde Strittmatter zufolge an ihrem Verhältnis zum Original bemessen, Treue und Fleiß galten als die ausschlaggebenden Parameter. Nicht gefragt wurde danach, welche Intention eine Kopistin verfolgte, welches ihre Vorbilder waren oder unter welchen Eindrücken und Umständen die Arbeiten entstanden.

Hin und wieder beklagte sie in ihren Briefen, „kein Mann zu sein, der kühn wagen darf“. Dem Berufsethos der Kopistin blieb sie dennoch (oder deshalb) bis an ihr Lebensende treu. Sie schrieb, „dass das Weib mit Freuden vergessen seyn wolle, wenn nur jeder Kenner bei ihrem Werk gleich den Namen des ersten Schöpfers desselben ausrufe“. Dass dieses Vergessenwerden nicht in der Verantwortung der Künstlerin allein lag und auch nicht nur mit der Spezialisierung auf eine bestimmte Domäne zu erklären ist, bestätigt ein Blick auf die Geschichten von Schriftstellerinnen und Komponistinnen um 1800.

Die Nachwelt beurteilte die Werke von Männern und Frauen nach zweierlei Maß. Bei der Kanonbildung des neunzehnten Jahrhunderts erfuhren die Arbeiten von Künstlerinnen kaum Berücksichtigung und damit oft auch keine Überlieferung. Aus dem Winckel vermachte ihre sämtlichen Werke der Stadt Bautzen. In einer Schrift des dortigen Stadtmuseums ist zu lesen, dass man über keinen eigenen Gemäldebestand verfügte und somit ihr Nachlass den Grundstock für die heutige städtische Kunstsammlung bildete. Vollständig erhalten sind die 127 Gemälde dort nicht mehr.

Viele von ihnen wurden verkauft, um im Gegenzug Originale namhafter Künstler erwerben zu können. Manche Kopien befinden sich noch in der Dauerausstellung, die übrigen im Depot. Geworben wird auf der Homepage des Museums heute mit den für Touristen attraktiven Spitzenwerken – von Cranach bis Dix sind nur männliche Namen zu lesen. Therese aus dem Winckels Zurückhaltung bleibt ein Rätsel, gedankt hat sie ihr keiner.

Waldlandschaft, Zuschreibung zweifelhaft


Nota. - Gerademal eine Generation zuvor hatten in Deutschland die Malerin Angelika Kauffmann und in Frankreich Élisabeth Vigée-Lebrun über alle Maßen reüssiert - keines-wegs mit Kopien, sondern in dem Genre, das am meisten en vogue war: als Porträtistinnen. Zwei Sterne am Himmel, die manchen männlichen Kollegen verblassen ließen. Im aristo-kratisch-frivolen Rokkoko hat es offenbar gegen malende Frauen, selbst wenn sie wie die Kauffmann unverheiratet waren, keinerlei Vorbehalte gegeben. Frau Klessen weiß das, aber sie erwähnt es nur in einem Nebensatz: Die "jahrtausendealte Unterdrückung der Frau" war eine Erfindung des bürgerlichen neunzehnten Jahrhhunderts.

Wie kommt es aber, dass die zu Lebzeiten gefeierten Stars schon kurz nach ihrem Ableben so tief in Vergessenheit fielen? Das schulden sie dem Umstand, der zugleich das Geheimnis ihres Ruhmes war: der Wahl ihrer Sujets. Im ausgehenden Rokkoko stand konkurrenzlos das Porträt an der Spitze; ein Genre, in dem der neureiche Bourgeois sich ebensogut zur Schau stellen kann wie der altadlige Marquis. Doch als nach der Großen Revolution sich auch die Aristokraten auf öffentlichem Platz lieber wie Bürger gerierten, schob sich rasch das klassenlos-idyllische Landschaftsbild in der Publikumsgunst ganz nach vorn. Wen in-teressierte schon noch, ob die Baronin X. vom Maler Y. gut getroffen wurde? An die Stelle der aristokratischen Salons war längst eine Öffentliche Meinung getreten, und Porträts malt man nicht für den Markt. 

An den Haaren herbeigezogen? In England war in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts der unangefochtene Papst der Malerei Joshua Reynolds, der Präsident der Royal Academy Of Arts. Thomas Gainsborough hatte alle Mühe, neben ihm einen Fuß auf den Boden zu kriegen. Gainsborough kennt heute, obwohl er noch immer nicht in jedem Vaterhaus hängt, jeder gebildete Europäer. Wer kennt noch Reynolds? Der hatte so doktri-när wie keiner den künstlerischen Vorrang des Porträts und die Minderwertigkeit der Landschaftsmalerei verordnet. Gainsborough dagegen hatte - nicht aus poetologischen Erwägungen, sondern um sich von den rausgeputzten Kleiderständern zu erholen - die Landschaft zu seiner Geliebten erkoren. Ihr verdankt er seinen Nachruhm. 

JE

 


PS. Eine Waldlandschaft, die mit Thérèse signiert und auf 1861 datiert ist, wurde unlängst für 420 EUR versteigert. Ob es sich dabei um ein Bild von Therese aus dem Winckel handelt, war nicht sicher. Im Internet findet sich kein signiertes Werk von ihr und man kann die Signaturen nicht vergleichen.

Sonntag, 29. November 2020

Bedenkliches zum Verfahren.

n3po        aus Wissenschaftslehre - die fast vollendete...

Man fasse das Fortschreiten im Bestimmen als Stufengang auf. Auf jeder Stufe hinterlässt das lebendige Vorstellen als ein Caput mortuum, als 'Gedächtnisspur', einen Begriff. Aber nicht auf den Begriff wird aufgebaut, er 'ruht' ja und bewegt sich nicht. Fortgeschritten wird immer nur im lebendigen Vorstellen. Die Begriffe werden jeweils abgelegt - und wie dann daraus im Verkehr des vernünftigen Wesen untereinander ein reelles System als Bild der Welt entsteht, geht die Transzendentalphilosphie nicht mehr an.

Nicht die Begriffe sind das Wahre der Vorstellung, sondern das Vorstellen ist das Wahre des Begreifens.

Die Darstellung muss, das wiederholt Fichte immer wieder, diskursiv verfahren - also in pa-radoxaler Form das lebendige Vorstellen durch Verknüpfung ruhender Begriffe beschrei-ben. Sie kann das Paradox nicht vermeiden, sondern immer wieder nur daran erinnern.

Fichte führt nun stets den Stufengang des Bestimmens als lebendiges Vorstellen vor. Aber sein Vorgehen ist ja ein doppeltes: Das reale Vorstellen ist stets von der idealen Anschauung begleitet - es wird reflektiert. Und beim Reflektieren stößt es - nein: er, Fichte - wieder auf die abgelegten Begriffe. Aber die macht er jetzt doch zum Prüfstein und Maßstab des Vor-stellens, wenn er nämlich jedesmal darlegen will, dass und wie die neue Vorstellung schon in der ihr vorangegangenen Vorstellung unbemerkt angelegt und vorausgesetzt war: Dann de-stilliert er nämlich aus der Definition des vorangegangenen Begriffs die Bestimmung der neuen Vorstellung.

Entsprechend konstruiert wirkt daher manch eine seiner Deduktionen; er entwickelt dann nicht eine Vorstellung aus der andern, sondern kombiniert Begriffe. Das jeweils im einzel-nen Fall auseinanderzulegen ist mühselig, es schwirrt einem der Kopf. Es wäre schon ein Wunder, wenn Fichte sich nicht gelegentlich verheddert hätte; zumal er die Unterscheidung selber nie so scharf ausgesprochen hat.


27. 12. 16 



Eigentlich wollte ich hierfür Beispiele sammeln. Dann kam mir die Idee, einem eingefleisch-ten Philologen die dankbare Aufgabe schmackhaft zu machen, in der Nova methodo nach Beispielen systematisch zu suchen. Dabei würden in F.'s Deduktionen voraussichtlich aller-lei Unsauberkeiten im Detail zutage treten. Immerhin hat er wiederholt gesagt, er wolle sein' Lebtag nichts bewiesen haben, wenn man ihm in seinen Herleitungen auch nur einen Schnitzer nachweisen könne...

Nun war es Fichtes persönliches Anliegen, die Wissenschaftslehre quasi wasserdicht zu be-weisen. Wir Leser dürfen uns aber fragen: Wozu soll das gut sein? Sie hat überhaupt nur als Ganze Bestand - oder eben nicht. Und einem Unwilligen beweisen kann man sie sowieso nicht: Was für eine Philosophie man wählt, hängt davon ab, was man für ein Mensch ist. Die Brauchbarkeit (und wozu) der Wissenschaftslehre lässt sich überhaupt nicht an ihrer diskursiven Darstellung, die grundsätzlich und immer problematisch sein muss, beurteilen, sondern daran, ob der Vorstellungskomplex, den sie umfasst, den Denkenden, der sie sich zu eigen macht, in die Lage versetzt, sowohl philosophische Sätze als auch Resultate der realen Wissenschaften systematisch auf ihren Bestand zu prüfen.

Bewähren kann sich die Transzendentalphilosophie immer nur praktisch. Und ihre Praxis ist Kritik.

Eine feste Terminologie könne er, solange er noch mit dem Aufbau der Wissenschaftslehre beschäftigt sei, nicht einführen, denn um Begriffe bestimmen zu können, müsse das System bereits abgeschlossen sein (sagt Fichte irgendwo am Anfang der Nova methodo). 

Doch wie soll man sich den 'Abschluss' wohl vorstellen? Den Anfang des Systems - der postulierte Grund-Satz, aus dem alles her- und herausgeleitet werden soll - haben wir (hat er) uns selbst gegeben. Aber ein Schlusspunkt ist schlechterdings nicht zu fassen, nämlich als Begriff: Denn das Verfahren der Vernunft ist unendliches Bestimmen, macht sie an einem Bestimmten Halt, hört sie auf, sie selbst zu sein. Vernunft ist nur actu, anders ist sie nicht.

7. 6. 18

Frédéric Bazille.

 aus FAZ.NET, 28.11.2020                                                                    L'ambulance improvisée (Claude Monet blessé) 1865

Maler Frédéric Bazille: Ein Initiator der Moderne
Kaum hatte er seinen Vater von seinem Weg überzeugt, zerstörte der deutsch-französische Krieg eine vielversprechende Karriere: Vor hundertfünfzig Jahren fiel der Maler Frédéric Bazille auf dem Schlachtfeld.
 
Von Peter Kropmanns, Paris
 
Schon einige Jahre bevor es junge Künstler wie Liebermann, Corinth oder Klinger zwecks Weiterbildung an die Seine zog, hat sich der Maler Otto Scholderer nach Paris begeben, wo er kein Fremder blieb: Im Frühjahr 1870 konnte man ihn im Salon, der wichtigen Jahresausstellung, auf einem großformatigen Gemälde dargestellt ausmachen. Henri Fantin-Latour hatte den Frankfurter auf dem Gruppenbild „Un atelier aux Batignolles“, heute im Pariser Musée d’Orsay, stehend neben den vor einer Staffelei sitzenden Manet plaziert. Es zeigt an ihrer Seite Monet, Renoir, den Kunstsammler Maître sowie die Kritiker Astruc und Zola. Fantin widmete das Bild – ein Manifest – Protagonisten im Kampf gegen Verkrustungen des Kunstlebens und Konventionen in der Malerei. In diesen Kreis von Vertretern neuer Sehweisen nahm er auch Frédéric Bazille auf.
 
 
Scène d'été, 1869 

Der elegant aussehende Bazille war 1862 als Medizinstudent aus Montpellier nach Paris gekommen. Er spielte leidenschaftlich Klavier, begeisterte sich für Berlioz oder Chopin und war geradezu versessen auf Noten von Komponisten wie Mendelssohn-Bartholdy, Schumann und Wagner, möglicherweise auch Brahms. Mehr noch als Anatomie und Musik fesselte ihn Malerei. Aus der Nebensache wurde schnell Berufung. Als Schüler der privaten Akademie von Charles Gleyre gründete er mit seinen Kameraden Monet und Renoir Wohn- und Ateliergemeinschaften; Sisley war dort häufiger Gast. Sie alle waren noch unbekannt und lebten von der Hand in den Mund. Ihre Hoffnung galt dem Erfolg – mit Freilichtmalerei, leuchtenden Farben und neuen Motiven oder neu gesehenen Themen.

 

Le petit jardinier
 
Im Kugelhagel der Geschütze

Im täglichen Miteinander und bei gemeinsamen Aufenthalten in der Normandie oder am Wald von Fontainebleau schuf Bazille Landschaften und Stillleben, Akte und Interieurs, Porträts, Selbstbildnisse und Figurenbilder. Monet malte er als von ihm improvisiert verarzteten Rekonvaleszenten im Bett, Renoir porträtierte er mit an die Sitzfläche eines Stuhls hochgezogenen Füßen. Als Modelle dienten daneben Familienmitglieder, eine Blumen arrangierende Schwarze oder Männer, die fischen oder baden. 


Pierre-Auguste Renoir

Dabei blitzen Reminiszenzen an Alte Meister oder zeitgenössische Idole auf. Mediterranen Überschwang dämpft protestantischer Glaube. Nur vermeintlich widersprüchlich ist, dass Bazille sich selbst das Etikett eines „Historienmalers“ anheftete, nicht das eines „Peintre de la vie moderne“ (Baudelaire), während seine Bilder mit herkömmlicher Kunst wenig, dagegen einiges mit der Suche nach Alternativen zu tun hatten. Mit jener „nouvelle peinture“ (Duranty) nämlich, die um 1865 im Entstehen war und 1874 bis 1876, versehen mit dem Etikett „Impressionismus“, ihren Durchbruch erlebte.

 

Aigues-Mortes

Diesen Siegeszug erlebte Bazille nicht mehr. Trotz vorangegangener diplomatischer Verstimmungen ahnte kaum jemand, der im Salon das Gemälde Fantins betrachtete oder auch auf ihm dargestellt worden war, dass die Welt nur wenige Wochen später aus den Fugen geraten würde. Frankreich und Deutschland begannen im Juli 1870, Krieg zu führen, nicht mal ein halbes Jahr später war nichts mehr, wie es war und – Bazille tot. Er hatte Atelier und Künstlercafés adieu gesagt, sich freiwillig ins Feld gemeldet und stieß nach kurzer Ausbildung in Algerien zum 3. Regiment der Zuaven. Knapp hundert Kilometer südlich von Paris und fünfzig vom Wald von Fontainebleau entfernt, geriet er dann zwischen bald preußische, bald bayerische Verbände. Am 28. November, vor 150 Jahren, fiel er bei Beaune-la-Rolande im Kugelhagel der Geschütze; einige Tage später wäre er 29 Jahre alt geworden.

 

Selbst.

Nachrichten von den Kämpfen, denen auf beiden Seiten viele tausend Soldaten zum Opfer gefallen waren, drangen schnell bis nach Montpellier. Gaston Bazille wurde über eine Verwundung seines Sohnes informiert und machte sich unverzüglich auf die 700 Kilometer lange Reise. Als er ankam, herrschte klirrender Frost. Statt in ein Lazarett wurde er auf einen Acker geführt, wo trotz heftigen Schneetreibens Pferdekadaver sowie verlorene Helme, Säbel und Rucksäcke zu erkennen waren. Wenig später ließ er Frédéric aus einem Massengrab bergen und in die Heimat überführen. Vater Gaston und Mutter Camille erreichten tröstende Worte von Manet, Zola und Renoir. Scholderer schrieb, sich daran zu erinnern, dass der Verstorbene derart von Zweifeln am Erfolg seiner Bilder geplagt wurde, als habe dies in Verbindung zu seinem frühen Tod gestanden.

 

Henri Fantin-Latour, Ein Atelier in Batignolles 1870; v. lks. Otto Schölderer, Édouard Manet, Pierre-Auguste Renoir, Zacharie Astruc, Émile Zola, Edmond Maître, Fréd. Bazille, Claude Monet

Als Initiator der Moderne gewürdigt

Tatsächlich hatte Bazille viel gehadert – zunächst, weil von ihm erwartet wurde, eine gesellschaftliche Stellung zu erlangen. Doch kaum hatte er die Medizinische Fakultät in Montpellier mit der in Paris getauscht, wo er Theater, Konzerte und Künstlertreffpunkte wie „Closerie des Lilas“, „Bal Bullier“ oder „Café Guerbois“ besuchte, erinnerte er sich Eindrücken, die er als Jugendlicher bei erstem Zeichenunterricht und Besuchen des Musée Fabre, des Kunstmuseums seiner Heimatstadt, sowie des Nachbarn Alfred Bruyas gewonnen hatte. Dieser war Sammler und besaß unter anderem Werke von Courbet. In Paris gewahrte Bazille, dass man hier nur noch von diesem „Realisten“ sprach – und von Manet, dem zweiten „Skandalmaler“ jener Jahre. Je mehr er das Interesse an eine „bürgerliche Karriere“ versprechenden Seminaren verlor und das an einer Ausbildung zum Maler zeigte, desto mehr schien er auf Widerstand seines Vaters zu stoßen. 1869, bei der „Inspektion“ des Pariser Ateliers, überzeugte diesen eines seiner Bilder jedoch so sehr, dass er es trotz der Gegenwehr seines Urhebers kurzerhand nach Montpellier expedieren ließ.

 

  La toilette, 1870

Besonders für eine Retrospektive in Montpellier, die 2016/17 gleichfalls in Paris und Washington zu sehen war, sind das kurze Leben und das entsprechend überschaubare Werk Bazilles aufgearbeitet worden; dafür haben Franzosen wie Amerikaner ältere Grundlagenforschung revidiert. Obwohl sich Bazille für deutsche Musik begeisterte und ihn deutsche Kugeln trafen, diesseits des Rheins auch stets Interesse nicht nur am Impressionismus, sondern auch an dessen Entstehung bestand, hat sich hierzulande bisher kein Museum an eine Ausstellung getraut: Zweifel an der Neugierde des Publikums und Furcht um „die Quote“ standen dagegen.

 

Saint Sauveur, 1865

Dabei lieferten vorzügliche deutschsprachige Kenner französischer Kunst Steilvorlagen: Um 1900 haben Hugo von Tschudi, erst Direktor der Nationalgalerie in Berlin, dann der Gemäldesammlungen in München, der Kunstschriftsteller Julius Meier-Graefe sowie der Kunsthistoriker Richard Muther Werke Bazilles kommentiert. Das geriet in Deutschland in Vergessenheit, wurde aber auch von der Bazille-Forschung bis heute nicht registriert. Dagegen hat diese kolportiert, der Kunsthistoriker Otto Grautoff habe in den zwanziger Jahren eine Bazille-Schau geplant, und immerhin wahrgenommen, dass der von den Nationalsozialisten verfolgte Kollege Ernst Scheyer (Breslau/Detroit) und der ebenfalls in die Emigration gezwungene Kunsthistoriker Gustav alias John Rewald (Hamburg/New York) Bazille seit den vierziger Jahren als einen Initiator der Moderne gewürdigt haben.

Selbst.