Dalí The desintegration of the persistance of memory
aus Die Presse, Wien, 03.11.2017 um 18:02 zuJochen Ebmeiers Realien
Hirnareale mit fixer Funktion
Sonde im Gehirn führt zu bestimmter Bildillusion.
Wenn Epilepsiepatienten nicht auf Medikamente ansprechen, ist
ein Ansatz, die Entste-hungsorte der Störung im Gehirn zu suchen und
gegebenenfalls zu entfernen. Die dazu notwendigen Sonden, die im Gehirn
kleinste Bereiche stimulieren, werden von dem Spin-off der TU Graz,
g.tec, gebaut, das auf Gehirn-Computer-Schnittstellen spezialisiert ist.
Nun ermöglichten die Sonden bei einer Forschungskooperation mit den
USA und Japan bahn-brechende Ergebnisse: Stimuliert man im Gehirn kleine
Areale der visuellen Verarbeitung, kann man die Illusion bestimmter
Bilder hervorrufen. Der Beweis, dass es im Gehirn Berei-che gibt, die
bestimmte Aufgaben exklusiv erfüllen, gelang erstmals an Menschen: Der
Pro-band sah auf einem Ball ein Gesicht und auf einer Schachtel einen
Regenbogen, je nach-dem, welches Areal stimuliert wurde. (APA/vers)
Nota. - Was da die Presse
so en passant meldet, ist ja - irre ich mich etwa? - eine Revolution in
der Hirnforschung (wenn es sich bestätigt). An bestimmten Stellen des
Gehirns wären bestimmte Bilder gespeichert, und wird die Stelle
stimuliert, wird das Bild "gesehen"!? Aber wie ist das Bild dort
hineingekommen? Ist es lediglich eine aktualisierte Erinnerung? Dann
wärs banal. Ist es eine spontane Kreation - weil die 'Stelle' immer schon dieses
Bild kreiert -, dann ist es eine Sensation und stellt alles, was man
bislang über Wahrnehmung und Er-kenntnis zu wissen meinte, buchstäblich
auf den Kopf. (Ich vermute ganz banal die erste Variante.)
4. 11. 17
Nota II. - Weiß einer meiner Leser, was seither daraus geworden ist?
JE
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