Sonntag, 24. Januar 2021

Mentale Modelle.

nlpheidelbergmannheim                                              zuJochen Ebmeiers Realien 

 aus spektrum.de, 13.01.2021

Soziale Landkarten im Gehirn 
Dieselben neuronalen Schaltkreise, die zur Navigation in Raum und Zeit dienen, befähigen uns offenbar auch dazu, uns im Dickicht der zwischenmenschlichen Beziehungen zurechtzufinden.

Auf einen Blick

  • Höhere Lebewesen einschließlich des Menschen nutzen mentale Modelle ihrer Um-welt, um im Geist Routen durchzuspielen und dabei den günstigsten Weg zu einem Ziel zu finden.
  • Neuronale Modelle der Umwelt scheinen auch bei komplexeren geistigen Funktionen wie Gedächtnis, Vorstellungskraft, logischem Schließen und abstraktem Denken eine zentrale Rolle zu spielen. 
  • Laut neuen Erkenntnissen bilden mentale Karten sogar die Dynamik zwischen-menschlicher Beziehungen ab. Als Koordinaten dienen dabei unter anderem die soziale Distanz und die hierarchische Position.

Es heißt, im Leben gebe es keine Abkürzungen. Doch schon das Gehirn einer Ratte straft diese Sentenz Lügen. Tatsächlich ist es geradezu getrimmt darauf, kürzeste Wege zu finden. Das erste Indiz dafür fand 1948 Edward Tolman (1886–1956) an der University of Califor-nia in Berkeley. In einem seiner Experimente musste eine hungrige Ratte von einem runden Tisch aus in einen dunklen, engen Tunnel laufen, dort einmal links und zweimal rechts ab-biegen und schließ­lich einem gut beleuchteten schmalen Korridor folgen, um an eine Schale mit Futter zu gelangen. Dabei blieb ihr die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Routen erspart: Es gab nur den einen gewundenen Pfad. Diesen Weg nahm das Tier vier Tage lang wieder und wieder. Als die Ratte am fünften Tag erneut in den vertrauten Tunnel lief, stieß sie jedoch auf eine Wand. ...

 

Nota. - Gern würde ich Ihnen diesen Beitrag vollständig wiedergeben, ich bin aber kein Abonnent von spektrum.de und habe selber keinen Zugang. So bescheide ich mich damit, Ihnen den Beitrag wenigstens anzuzeigen.

Mentale Modelle bilden ist es, was Vorstellen von bloßem Anschauen unterscheidet. Es liegt aller Begriffsbildung und aller Reflexion-Abstraktion zugrunde. Es ist die Voraussetzung des Bewusstseins. Es liegt nahe, ihren Ursprung eher in der sozialen Interaktion zu vermuten als im Verkehr mit bloßen Gegenständen. (Diese Unterscheidung ist selbst eine Abstraktion-Reflexion; womöglich die allererste.) Merke: Soziale Interaktion eröffnet das Poblemfeld ich ihn oder er mich.

JE

 

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