zu Philosophierungen Logisch gibt es keinen Widerspruch. Logisch gibt es höchstens Bestimmungen, die einander ausschließen. Wenn die eine gilt, gilt die andre nicht. Sie haben zueinander gar kein Verhält-nis (es sei denn, ein mutwilliger Logiker versuchte, beide an dieselbe Stelle zu setzen).
Der Widerspruch ist keine Sache der Begriffe, sondern der Vorstellung. Und weil beide we-der in der Umgangssprache noch in der Literatur recht unterschieden werden, konnte es vorkommen, dass der anschauliche Zusammenprall zweier bewegter Gegenstände für einen logischen Widerspruch gehalten wird.
Begriff und Vorstellung verhalten sich zueinander wie Logik und Rhetorik. Die einen sind, die andern verhalten sich - nämlich in diesem Zusammenhang so, in jenem Zusammenhang anders.
Und wieder gibt es eine Analogie. Im Rahmen dieses Satzes nimmt der Begriff eine andere Stellung ein als im Rahmen des andern Satzes; schon wegen der Deklination. Und so kommt es vor, dass man ihm eine andere Bedeutung zumisst - im 'Sprachspiel'. Wenn er indes wirk-lich ein Begriff ist - eine klar und eindeutig bestimmte Bestimmung -, dann ist seine Bedeu-tung klar und eindeutig. "Wenn dem so wäre, dann wäre das Sprach spiel doch kein Spiel!" - Richtig. Das Sprachspiel ist ja selbst kein Begriff, sondern auch nur eine Vorstellung.
Die Verwirrung stammt daher, dass sich die Umgangssprache die Vorstellung vorstellt als einen verwilderten Begriff. Tatsächlich ist umgekehrt der Begriff eine ausgemergelte Vor-stellung - aber als solche für bestimmte Zwecke unentbehrlich.
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Als Begriffe schließen polítês und idiótês einander aus. In der Wirklichkeit der attischen Demokratie dürften sie einander realiter, nämlich im Raum und in der Zeit, widersprochen haben. Allerdings wird keiner nur das eine oder nur das andere gewesen sein. In der Vorstel-lung ist das möglich: mehr und weniger; nämlich schon in der Anschauung. Im Begriff gibt es entweder - oder; nur im Begriff gibt es entweder - oder.
Das lebendige Vorstellen ist gut dafür, die lebendige Wirklichkeit abzubilden. Der Begriff ist gut dafür, die Wirklichkeit, so lebendig sie immer ist, zu analysieren; nämlich in ihre einzel-nen logischen Bestimmungen aufzulösen; und unverzichtbar, um die lebendige Wirklichkeit zu beurteilen.
Nota. Das
obige Foto gehört mir nicht, ich habe es im Internet gefunden. Wenn Sie
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