Artemisia Gentileschi, Judith und ihr Dienstmädchen mit dem Haupt von Holofernes. zu GeschmackssachenIch bin kein Verehrer von Artemisia Gentileschi; ihr Vater Orazio war der bessere Maler. Die gegenwärtige Hype um die Tochter ist viel zu offensichtlich dem Umstand gedankt, dass sie eine Frau war, und der angeblichen Vergewaltigung durch ihren Mallehrer.
An Artemisia stören mich die vielen groben anatomischen und Perspektivenfehler, die so aussehen, als habe sie wie Caravaggio malen, aber den Manierismus doch nicht bleiben las-sen wollen. War es so, dann war es meskine Eitelkeit; war es anders, dann war es maleri-sches Unvermögen.
Den Verdacht des Unvermögens zu zerstreuen geeignet ist obiges Bild. Ich habe von Arte-misia bislang kein Stück gesehen, das so gut komponiert und zugleich so fehlerfrei ist. Trotz Internet kenne ich nicht viel von ihr, ich bin ja kein Verehrer. So denk ich mal, sie konnte wohl, aber meist wollte sie nicht.
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